Die Geschichte der Psychologie

Geschichte der Psychologie

Die Psychologie beschäftigt sich mit dem Erleben und Verhalten des Menschen. Der Begriff stammt aus dem Altgriechischen und kann mit Atemlehre oder Seelenlehre übersetzt werden.

Die Geschichte der Psychologie beginnt in der Antike, aber erst mit den Zeiten der Aufklärung rückten der Mensch und sein Innenleben in den Fokus des Interesses. Das Bewusstsein und die Auseinandersetzung damit beschäftigte viele Gelehrte wie Immanuel Kant.

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Psychologie zu einer eigenständigen empirischen Wissenschaft. Aus der damaligen Disziplin entwickelten sich viele, heute eigenständige Fachgebiete wie die Soziologie.

Doch man konzentrierte sich noch auf physiologische Merkmale, hierbei spielte gerade die Untersuchung der Wahrnehmungsorgane eine große Rolle.

Einen wichtigen Punkt in der Geschichte der Psychologie bildet die Gründung der Leipziger Schule 1879, hiermit definiert sich die Psychologie als akademische Fachrichtung. Doch noch immer wurde sich vornehmlich mit der Wahrnehmungsphysiologie auf naturwissenschaftlicher Basis beschäftigt. Die gefundenen Erkenntnisse strukturierten spätere Methoden der Statistik. Von Deutschland aus breitete sich das akademische Interesse an diesem Fachgebiet in der Welt aus.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde ein Punkt in der Geschichte der Psychologie erreicht, wo sich die verschiedenen Teilgebiete herausbildeten und voneinander abgrenzten.

Die psychodynamische Sichtweise und damit die Psychoanalyse und analytische Psychologie beschäftigen sich mit dem Unbewussten und dessen Einfluss auf Verhalten und bewusstes Wahrnehmen. Als wichtigste Begründer dieser Richtung zu nennen sind Sigmund Freud, seine Tochter Anna Freud und Carl Gustav Jung.

Bei der Gestaltpsychologie handelt es sich um die Untersuchung der Ordnung und Strukturierung der Sinneseindrücke im Geist, da die Wahrnehmung aus mehr als der reinen Information durch die Sinne besteht. Als Gründer dieses Begriffs gilt Christian von Ehrenfels.

Der Behaviorismus, begründet durch John B. Watson, behandelt das Verhalten des Menschen und untersucht dieses mit naturwissenschaftlichen Methoden. Große Themengebiete sind hier Konditionierung und Verhaltenstherapie.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert traten, neben den methodischen Ansätzen immer mehr die Emotionen in den Vordergrund und erlaubten tiefer in die Materie der Selbstwahrnehmung vorzudringen.

Dennoch existieren in der Psychologie die unterschiedlichsten Ansätze und Strömungen nebeneinander, was eine allgemeingültige Definierung dieser Wissenschaft schwierig gestaltet.

gou