Die Geschichte des Sports

Geschichte des Sports

Die Geschichte des Sports reicht bis weit vor unsere Zeitrechnung zurück, auch wenn der Begriff Sport erst im 19. Jahrhundert in England geprägt wurde und von dort nach Europa kam.

Die ersten Bestätigungen für sportliche Ereignisse in der Geschichte gehen daher bis auf 1600 vor Christus zurück. Damals war die sogenannte „Leibeserziehung“ den oberen Gesellschaftsschichten vorbehalten, die zudem sportliche Wettkämpfe austrugen. Dabei zeigten sich bereits die drei Grundsätze des Sports, Rekord, Leistung, Konkurrenz, die bis in die Neuzeit hinein bestehen. Auf diese Weise entwickelten sich die Olympischen Spiele der Antike in Olympia, die alle vier Jahre zu Ehren des Gottes Zeus begangen wurden.

Jahrhunderte später etablierte sich dann der Terminus ‚Sport‘ für die ‚Leibesübungen‘. Insbesondere der Philosoph Jean-Jaques Rousseau und der Pädagoge Johann Heinrich Pestalozzi trugen maßgeblich dazu bei, Sport als notwendigen Teil in die Kindeserziehung zu integrieren und damit ein gesellschaftliches Bewusstsein für körperliche Ertüchtigung zu schaffen. Das Zeitalter der Aufklärung mit seinen offenen und liberalen Ansichten bildete dabei einen wichtigen gesellschaftlichen Hintergrund.

Nachdem einige Widerstände erfolgreich überwunden wurden - zum Beispiel gegen die zeitgenössisch dominierende christliche Kirche, die vor allem das Leben nach dem Tod predigte und Sport im Diesseits demnach für entbehrlich hielt – war Sport hauptsächlich für Angehörige des Militärs relevant. Dadurch bekam dieser zugleich eine positive Konnotation, da er dem Schutz des Staates diente. Zu den sportlich betriebenen Formen zählten bald unter anderem Schwimmen, Leichtathletik oder Fußball. 1896 fanden die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit statt, aber mit Darwins Evolutionstheorie und dem damit zusammenhängenden Sozialdarwinismus trat zunehmend die politische Instrumentalisierung des Sports in den Vordergrund: Sport als Maßnahme zur „Rassenhygiene“. Die Geschichte des Sports erfuhr durch den Zweiten Weltkrieg eine jähe Unterbrechung und auch in den Zeiten des Kalten Krieges wurde Sport mehr zum Wettkampf zwischen den sogenannten Ostblock-Staaten und den Staaten des Westens missbraucht, um politische Überlegenheit zu demonstrieren.

Seit 1990 wird der Sport in seinen Varianten vermehrt kommerzialisiert und es kommen zahlreiche neue, vor allem Extrem-Sportarten hinzu. Seine fundamentalen Funktionen als Beitrag zur Gesundheit und Erholung des Einzelnen hat der Sport jedoch nicht verloren.