Eine kurze Einführung in die Geschichte der Medizin

Geschichte der Medizin

Die Geschichte der Medizin beginnt mit den ältesten Schriften über Arzneien und Zaubermittel aus dem Alten Orient. Die Menschen im Alten Orient glauben das Krankheiten von Dämonen verursacht wurden. Deshalb sind religiöse Gebote für die Gesundung wichtig.

Die Medizin in der Antike

Im Griechenland der Antike war der Arzt anfangs wie im Alten Orient auf religiöse Ideen beschränkt.

Im fünften Jahrhundert treten neue Ideen auf. Es sind die Anfänge der Viersäftelehre.

Im dritten Jahrhundert vor Christus befindet sich im ägyptischen Alexandria ein großes medizinisches Forschungs- und Ausbildungszentrum.

Die Römer übernehmen von den Griechen ihre Medizinkenntnisse. Der Grieche Galenus von Pergamon vollendet die Viersäftelehre. Vier Säfte, die den Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde entsprechen bestimmen, wenn sie im Gleichgewicht sind die Gesundheit des Menschen. Bis ins 19.Jahrhundert ist sie die bestimmende Theorie über Entstehung von Krankheiten. Eine mehrbändige Enzyklopädie verfasst Aulus C. Celsus.

Medizin im Mittelalter und der Frühen Neuzeit

Die Araber entwickeln die griechische Medizin weiter. Es entstehen Spezialisten und Krankenhäuser wie sie im Westen erst im 19. Jahrhundert auftreten. Im 12. Jahrhundert schreibt der Araber Avicenna sein Standardwerk Qanun. Der Perser Rhazes war einer der ersten Experimentalmediziner.

In Europa blüht die klösterliche Kräutermedizin, die mit Hildegard von Bingen verbunden ist. Im 13. Jahrhundert wird antikes Wissen von den Arabern übernommen. In Salerno entsteht die erste Hochschule für Medizin in Europa.

Die Frühe Neuzeit bringt eine Abkehr von den alten Autoritäten. Beobachtung und Experimente werden in Europa wichtig. Neue Entdeckungen über den menschlichen Körper erfolgen. Der Blutkreis wurde im 17. Jahrhundert entdeckt. Zur Viersäftelehre tritt eine mechanische Vorstellung vom Körper. Paracelsus beginnt auf dem Gebiet der Biochemie zu forschen.

Das neunzehnte und zwanzigste Jahrhundert in der Medizin

Die Geschichte der Medizin verzeichnet für diese Jahre viele Entdeckungen wie die Nerven, Zellen oder Bakterien.

Bald gilt die Zelle als Ort der Entstehung von Krankheiten. Hygienemaßnahmen vertreiben das Kindbettfieber. Die Geschichte der Medizin sieht nun die Entstehung der Mikrobiologie. Die Erreger vieler Krankheiten wie Lepra, Tuberkulose oder Pest werden entdeckt und behandelbar gemacht. Antiseptische Maßnahmen in der Chirurgie verringert die Sterblichkeit durch Wundinfektion. Durch die Narkose wird die Chirurgie am ganzen Körper möglich. Wissen über das Nervensystem, die Verdauung, das Herz-Kreislauf-System, das endokrine System und Stoffwechselkrankheiten steigen. Röntgenapparate, Ultraschallverfahren und tomografische Verfahren erlauben verbesserte Einblicke in den Körper.


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