Geschichte der Implantologie

Geschichte Implantologie

Ganz gleich, ob man eine Private Krankenversicherung (PKV) oder die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) nutzt, wenn der Zahnarzt Zahnimplantate einsetzen will, wird die Frage der Zahnersatz Kosten und hier insbesondere der Zahnimplantat Kosten oft die Vorfreude auf das Implantat überdecken und nicht selten den Abschluss einer Zahnzusatzversicherung ratsam erscheinen lassen, da Zahnimplantate bekanntlich teuer sind.

Zahnersatz seit der Frühzeit

Die Geschichte der zahnmedizinischen Implantologie lässt sich bis zur Frühzeit des Menschen verfolgen, wie 3.000 Jahre alte Schädelfunde mit aus Quarz geschnittenem Zahnersatz belegen. Jedoch wurden auch andere Werkstoffe, organischen, wie auch anorganischen Ursprungs verwendet. Materialien wie Holz, Elfenbein und diverse Metalle sind belegt. Neuerdings wird jedoch Keramik oder Kunststoff verwendet.

Wichtige Zäsuren

Meilensteine der Geschichte der zahnmedizinischen Implantologie stellen zweifellos die Entdeckung des Titans als gewebeneutraler Werkstoff im Jahre 1967 und die Durchführung erster Implantationen durch niedergelassene Zahnärzte dar, die in der Bundesrepublik in etwa ab 1969 erfolgten. Die Zahnimplantat Consensus Conference, die im Jahre 1978 in den Vereinigten Staaten stattfand und die analytischen Arbeiten des Schwedens Brånemark über die Integration von Fremdkörpern durch den menschlichen Kieferknochen, sollten ebenfalls erwähnt werden. Dennoch dauerte es in Deutschland, bedingt durch die Skepsis und die Widerstände verschiedener Universitätskliniken und Kieferchirurgen, bis zum Jahr 1982, ehe das Verfahren der Implantation auch wissenschaftlich vollständig anerkannt wurde.

Kein Ausbildungsfach

Trotz der damit verbundenen Schmerzen und der Kosten war die Nachfrage nach einem Zahnimplantat in Deutschland sehr hoch. Erst seit 1988 wurden verschiedene kleinere zahnärztliche Leistungen, die der Zahnarzt im Zusammenhang mit einer Zahnimplatantion am Patienten erbringt, in die zentrale Gebührenordnung für Zahnärzte aufgenommen und in dieser mit einem zahnärztlichen Honorar bewertet. Seit den 1970-er Jahren hat sich das Titan als wesentliches Material in der Implantologie etabliert. Inzwischen ist die Implantologie im Kontext des Faches Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie zwar wissenschaftlich respektiert, stellt jedoch keinen Ausbildungsgegenstand an Universitäten dar.