Die Geschichte der Fotografie

Geschichte der Fotografie

Die Geschichte der Fotografie beginnt eigentlich schon bei Aristoteles um 350 vor Christi. Aber erst Leonardo da Vinci war es, der im 15. Jahrhundert das Prinzip der Kamera durchschaute. Auch der Physiker Johann Heinrich Schulze, der Ende des 17./Anfang des 18. Jahrhunderts lebte, trug durch seine Erkenntnisse über die Färbung chemischer Substanzen durch das Sonnenlicht auf. Weitere Experimente stammen aus dem 18. Jahrhundert von Claude Niepce und Joseph Nicephore Niepxe sowie Thomas Wedgwood.

Im 19. Jahrhundert begann durch Joseph Niepce die eigentliche Geschichte der Fotographie, als der mit einem Verfahren das er selbst Heliographie nannte, zum ersten Mal eine Kopie herstellte, die auf einer asphaltbeschichteten Zinnplatte angebracht war, und nach Gravur mit Lavendelöl vervielfältigt werden konnte. Weitere Experimente folgten.

1827 entstand so die älteste erhaltene Heliographie, die erst 1952 wiedergefunden wurde. Diese hat eine Belichtungszeit von mehreren Stunden benötigt. Heute gehört das Bild zur Gernsheim-Sammlung der Universität in Austin/Texas.

Die Erfindung wurde in den Jahren danach zusammen mit Louis Daguerre weiterentwickelt. Nach Niepces Tod führte Daguerre die Erfindung weiter und konnte schließlich 1839 der Pariser Akademie der Wissenschaften die Daguerreotypie vor. Hier war die Belichtungszeit schon sehr gesunken, aber es entstand nur ein Unikat. Die Belichtungszeit konnte noch einmal erheblich gesenkt werden, weil die Wiener Firma Voigtländer 1756 das erste Objektiv, das Petzvalobjektiv, vorstellte.

Noch ein anderer Forscher nahm an der Entwicklung und Geschichte der Fotografie teil: William Henry Fox Talbot. Er stellte 1840 das erste Negativ-Verfahren vor. Dessen Papiernegativ konnte schon beliebig oft vervielfältigt werden. Nach 1939 gab es viele, die an der Verbesserung des Verfahrens arbeiteten. Eine Industrialisierung der Verfahren konnte erst ab 1888 entwickelt werden mit der ersten Rollfilmkamera, der Kodak Nr. 1. Der Fotograf schickte hier noch die Kamera samt Film zum Entwickeln ein, und erhielt beides nach der Bearbeitung im Labor nach rund einem Monat zurück. In der Kamera befand sich dann schon ein neuer Film. 1891 führte Thomas Alva Edison die Perforation der 35-mm-Filme ein, die seither als Kino-und Kleinbildfilm genutzt werden.

Heute hat die digitale Fotografie Einzug gehalten, und erinnert mit nichts mehr an die Anfänge, die über einhundert Jahre zurückliegen.