Die Geschichte der Chirurgie

Geschichte der Chirurgie

Was wäre die moderne Medizin ohne die Chirurgie? Lebensnotwendige Operationen an Herz, Lunge oder dem Gehirn wären ohne sie unmöglich. Aber wo liegen eigentlich die Ursprünge dieser Kunst? Eine kurze Einführung in die Geschichte der Chirurgie, von ihren rudimentären Anfängen bis hin zu ihrer gegenwärtigen hochtechnisierten Form, soll Aufschluss darüber bringen.

Schon in Steinzeit und Antike wurde operiert

Die Geschichte der Chirurgie nimmt ihren Anfang schon in der Steinzeit. Schädelknochenfunde aus dieser Zeit belegen Operationen, bei denen diese von Menschenhand geöffnet wurden. Und tatsächlich: Die Neubildungen von Knochen, rund um das herbeigefügte Loch, beweisen, dass der Patient den Eingriff tatsächlich überlebt hat. Wie lange ist allerdings nicht überliefert. Über die verwendeten Instrumente ist leider nichts bekannt. Auch in der Antike wurden, in damaligen Hochkulturen wie Rom, Griechenland oder Ägypten, Operationen durchgeführt. Sowohl Römer als auch Ägypter nutzten dazu bereits spezielle Geräte. Näheres ist aber, auf Grund des Mangels an Funden, auch hier nicht zu sagen.

Mittelalter

Aus dem Mittelalter sind die ersten umfangreicheren Quellen über die chirurgische Tätigkeit überliefert. Das Wissen über diese wurde zumeist in den Klöstern gesammelt und erweitert. Dort entstanden auch die ersten Hospitäler, in denen professionelle Ärzte Operationen an offenen Wunden oder Amputationen durchführten. Dazu benutzten sie Knochensägen und scharfe Klingen. Mit hochsensibler Präzisionsarbeit am offenen Herzen oder an Gefäßen hatte dies allerdings noch nichts zu tun.

Hygiene und Narkose damals und heute

Eine der wichtigsten Errungenschaften in der Geschichte der Chirurgie war die Erkenntnis, wie wichtig Hygiene für das gute Gelingen einer Operation ist. Nahm man noch im Mittelalter Operationen zu hause oder in Wirtshäusern vor, ohne dabei auf die Sauberkeit der Instrumente oder der Hände zu achten, ging man im 19. Jahrhundert vermehrt dazu über, diese vor einem Eingriff durch Sterilisation und Desinfektion zu reinigen. Aber auch die Erfindung der Narkose im Jahre 1846 war, zumindest für den Patienten, ein Meilenstein in der Geschichte der Chirurgie. Denn bis dahin wurden selbst schwerste Operationen, wie beispielsweise Amputationen, ohne Betäubung durchgeführt und endeten daher manchmal mit dem Tod des Patienten durch einen Schock. Heutzutage werden Narkosen individuell angepasst und hygiensiche Standards, zumindest in den Industrienationen, sehr hoch gehalten. Des Weiteren hat sich die, im Gegensatz zu früher, sehr unblutige Variante der minimal-invasiven Chirurgie durchgesetzt, bei der die Operation mit Hilfe eines Endoskops und indirekt vom Chirurgen durchgeführt wird.


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