Mauerfall 1989

Mauerfall 1989

Der Mauerfall von 1989 hatte sich bereits Jahre vorher angekündigt, nur kannte niemand in der DDR das Ergebnis der sich entwickelnden Ereignisse. Eingeläutet wurde der Prozess nicht erst durch Gorbatschows „Perestroika“ in der Sowjetunion, sondern die allgemeine Unzufriedenheit war bereits Jahre vorher zu spüren.

Der Grund für die sich im Mauerfall 1989 kulminierenden Ereignisse war die immer deutlicher werdende Stagnation in der DDR. Die jungen Menschen sahen keine Perspektive mehr in diesem Staatsgebilde. Es war alles erstarrt in einem grauen, muffigen und ewig selben Alltag, es gab keine Entwicklung mehr.

Die Presse verbreitete Erfolgsmeldungen, die mit der persönlichen Erfahrung der Bürger nicht mehr übereinstimmte und darum als Lüge und Propaganda verstanden wurde. Das führte zum massiven Vertrauensverlust der Menschen in die Regierung der DDR.

Es war nicht möglich, sich in den öffentlichen Medien kritisch zu äußern. Die Kritiker wurden sofort diffamiert und kriminalisiert. Beispiele für den Umgang mit Kritikern sind die Ausweisungen zunächst Wolfgang Biermanns und in der Folge weiterer namhafter Schauspieler, die für ihn Partei ergriffen hatten. Dieser Umgang verbunden mit dem Wissen, dass diese Menschen nichts verbrochen hatten, beschleunigte den Vertrauensverlust in die Regierung und den Untergang der DDR, dessen sichtbares Zeichen der Mauerfall 1989 war, der die unnatürliche Trennung der beiden deutschen Staaten beendete.

Durch die offensichtliche Verlogenheit der Presse-Veröffentlichungen der letzten Jahre, wurde den Menschen in der DDR auch ihr „Eingesperrt-Sein“ immer bewusster. Dabei spielte es keine Rolle, von wem die Spaltung ausgegangen war, sondern ausschließlich die restriktive Handhabung durch die DDR-Führung.

So waren die Meinungs-, Versammlungs- und Redefreiheit und die Forderung nach Reisefreiheit die Hauptforderungen des Herbstes 1989. Diesen Forderungen wurde durch die massive Abwanderung vieler DDR-Bürger über Ungarn, der CSSR und der VR Polen Nachdruck verliehen. Als Gegengewicht zu den Auswanderungen gab es auch die Bewegung: „Wir bleiben hier“, um die Probleme zu lösen.

Der Grund für den Mauerfall 1989 war darin zu sehen, dass die DDR, wie sie existierte und geführt wurde, mit Sozialismus, Freiheit und Menschenwürde nicht mehr korrelierte und den einstigen Idealen längst nicht mehr entsprach.